Der Wecker hat wieder um 5 Uhr geklingelt und dann hieß es im Zelt fertig machen und das Zelt abbauen bis 6. Um 6 dann Frühstück und um 7 los. Warum kann ich im Urlaub um 5 aufstehen und zu Hause sterbe ich jedes Mal??
Jetzt sitzen wir seit knapp 5 Stunden im Truck und nähern uns der brasilianischen Grenze. Werden wohl aber noch mal mindestens 5.
Die Erde wird immer röter und mir fällt auf, dass es jetzt so langsam das erste Mal bunte Punkte in der Landschaft gibt. Bis jetzt gab es noch überhaupt nichts blühendes. Liegt das am Winter hier oder an Argentinien? Alles waren Nadel oder Laubbäume angepflanzt in Reih und Glied, ein paar Büsche und Wiesen, viel braun und gelb, viele davon abgebrannt, offenbar kontrolliert. Durch ein so ein Feuer sind wir auch durchgefahren.
Holz scheint übrigens ein großer Markt zu sein hier. Überall wachsen "gezüchtete" Bäume ständig kommt man an Holzverarbeitungsanlagen und Trucks voll mit Baumstämmen vorbei.
Es ist leider alles sehr nass und matschig. Hoffentlich ändert sich das noch in den fehlenden Kilometern, sonst wird das Zelten matschig.
Zelten scheint übrigens wesentlich weniger auf dem Programm zu stehen, als eigentlich angekündigt. Ich hab diese Reise ausgesucht, weil sie über 50% Camping haben sollte. Auf unserem Reiseplan finde ich jetzt bloß 9x Camping von 19 Tagen und das meiste davon direkt bei einem Hostel. Gemütlich ums Feuer sitzen weit weg von Zivilisation wird also wohl nicht. Schadé!
Wir sind schlussendlich tatsächlich erst um 22 Uhr im Camp angekommen. Wobei 2 Stunden davon für Einkaufen und essen in einem Restaurant drauf gegangen sein, in dem die Kellner die Fleischspieße an den Tisch gebracht haben. Ein bisschen wie Döner-to-go. Aber da ich kein großer Fleischesser bin, war da jetzt nicht so viel für mich dabei. Aber am Ende gab es gegrillte Ananas mit Zimt am Spieß! Die war sehr lecker!
Für den Grenzübergang nach Brasilien haben wir genau 1 Stunde 27 Minuten gebraucht. Wir haben getimed, weil wir vorher raten sollten, wie lange es dauern wird. Sagen wir mal so, ich war sehr pessimistisch nach meinen Afrika-Grenz-Erfahrungen :D
Die Zeit haben wir für ein bisschen Yoga genutzt :P
Unser Camp ist neben einem Hostel, was wieder Vor- und Nachteile hat.

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