Mittwoch, 31. Juli 2019

28.7.2019 Brotas

28.7.2019 Brotas

Start war um 5 Uhr - wir sind also aus dem Bett gefallen und direkt in den Truck zum Weiterschlafen.
Da ich aber so früh ins Bett gegangen sind, war ich um 6 schon wieder wach. Mist.
Weitere 13 Stunden Fahrt lagen vor mir :D
Aber ich kann nur immer wieder sagen, dass es mir nichts ausmacht. Hab viel gelesen, Fotos sortiert aus dem Fenster geguckt. Sehr entspannend.
Frühstück und Mittag gab es dann an Tankstellen - nicht so schön, aber nun gut.

Abends um 8 kamen wir dann im Camp an. Wir hatten Pizza bestellt, die überraschenderweise tatsächlich schon da war.



Hinterher dann noch Zelte aufbauen und mehr oder weniger direkt ins Bett wieder :D
Nachts wurde es wieder ziemlich kalt und ich hab mich über den extra Schlafsack gefreut, der noch im Truck war.

27.7.2019 Pantanal und Campo Grande

27.7.2019 Pantanal und Campo Grande

Heute morgen um 8:30 ging es auf eine weitere Safari. Unsere Hoffnungen auf einen Jaguar waren nicht sehr groß, da er meistens nachts gesichtet wird. Fazit: wir haben ihn um 3 Minuten verpasst. Der Jeep vor uns hat einen gesehen, als wir dort waren, war er verschwunden -.-

Aber dafür haben wir eine Anaconda gesehen, wohl auch sehr selten und wieder einen Haufen Vögel und andere Tiere, die wir aber inzwischen schon oft gesehen hatten.



Nach einem letzten Mittag in der Lodge und einer letzten Banane mit Dulce de Leche zum Nachtisch (ich werde hier fett: in Brasilien ist alles mega süß, Frühstück ist Kuchen, Säfte bestehen zu 3/4 aus Zucker) sitzen wir jetzt wieder im Truck auf dem Weg ins Campo Grande.

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In Campo Grande waren wir in einem Hotel, statt Bush Camping zu machen. Hat mich erst genervt, aber jetzt verstehe ich warum. Viel "Bush" ist hier nicht.
Ich wir in einem Zimmer mit der einen Japanerin, die praktisch kein Wort Englisch spricht. War ein sehr ruhiger Abend :D
Aber gottseidank waren wir noch Essen. Wir wurden zu einem Food Court geschickt - hatten uns aber etwas anderes vorgestellt. Es war kein Einkaufszentrum oder so, sondern eine große Halle mit verschiedenen Restaurant Ständen. War aber im Endeffekt richtig gut. Wir waren bei etwas asiatischem, haben alle mehr oder weniger gleichzeitig das Essen bekommen, saßen an einem langen Tisch und konnten getrennt zahlen. Sehr gut!


Hinterher sind wir dann eigentlich auch schon wieder direkt ins Bett gefallen.

Montag, 29. Juli 2019

26.7.2019 - Pantanal

26.7.2019

Heute wurden wir in aller Frühe von den Vögeln draußen geweckt - meine Güte, waren die laut! Selbst durch Ohropax. Und zwar nicht so ein schöner Gesang, sondern ein durchdringendes Krächzen. Ich finde es total krass, dass hier überall ständig Papageien-Schwärme über uns wegfliegen, aber ich glaube auf Dauer hab ich doch lieber unseren schwarzen Amseln mit schönem Gesang.

Es ging es um 8 Uhr weiter mit getauschtem Kanu fahren / reiten. Wir waren wieder die Gruppe, die erst mal mega lange noch rumsaß bis es los ging. Das Reiten war auch schön friedlich. "Reiten" ist auch irgendwie übertrieben. Man sitzt auf einem Pferd, das den anderen hinterherläuft und kann höchstens Kommandos geben zum Stehenbleiben und Weitergehen.
Gesehen haben wir: einen Gürteltier-Po. Und auch nur weil ich mega angestrengt in die Gegend geguckt habe. Das war schon ein bisschen enttäuschend, weil die Gruppe gestern eine Menge Gürteltiere und 5 Ameisenbäre gesehen hat.



Hinterher hieß es wieder Zeit rumkriegen bis zum Lunch. Man durfte alleine das Gelände nicht verlassen, da es halt auch Jaguare gibt.
Einige Mutige sind in den Pool. In der Sonne war es auch wieder warm, aber ich hab noch ne ganze Zeit lang in Jeans und Jacke dort gesessen, weil der Wind doch sehr frisch war.

Nach dem Mittag hatten wir wieder freie Zeit. Inzwischen war es so heiß, dass ich kurze Hose und T-Shirt ausgepackt habe. Das war außerdem der Zeitpunkt zu dem sich ein Großteil der anderen ihren Sonnenbrand abgeholt haben.

Um 15 Uhr ging es los zu einem Boot-Trip. Das war die gleiche Strecke, wie mit den Kanus insofern weiß ich gar nicht, warum ich mich bemüht habe, dabei Fotos von den Tieren zu schießen.

War auch wieder ganz schön. Highlight war für viele das Angeln nach Piranhas. Ich hab aber nicht mitgeangelt, sondern mich oben in die Abendsonne gesetzt.





Dann hatten wir eine Stunde Zeit uns so dick anzuziehen wie möglich und es ging auf Nacht-Safari. Und es war wirklich wieder so, so kalt. Ich hatte eine Leggings, eine Thermoleggings, eine Jeans und eine lockere Hose darüber an, ein Top, ein Langarmshirt, eine Bluse, eine Strickjacke, meine Daunenjacke und eine dünne Jacke drüber. Die ersten 10 Minuten dachte ich "super, ich hab mich tatsächlich warm genug angezogen". Die restlichen 80 hab ich schrecklich gefroren :D
Fand ich aber trotzdem total schön. Ist immer eine besondere Atmosphäre nachts auf Safari, wenn man nur das sieht, wo der Scheinwerfer hingehalten wurde.




Gesehen haben wir im Endeffekt nichts mega spannendes, aber da wir ja morgens beim Reiten enttäuscht wurden, konnte ich mich jetzt auch über die Gürteltiere und Ameisenbären freuen :)

Hinterher gab es wieder Abendbrot und die meisten sind wieder sehr früh im Bett verschwunden.

25.7.2019 Pantanal

25.7.2019 Pantanal

Zum Lunch waren wir bei unserem nächsten Ziel: Miranda im Pantanal. Einem großen Feuchtgebiet hier, wobei momentan gerade Trockenzeit ist.

Wir waren in einer Lodge, was ich mir wieder einsamer vorgestellt hab, als es natürlich war. Tatsächlich war es eine Touri Hochburg. War aber sehr schön eingerichtet und dekoriert. Geschlafen haben wir in Mehrbettzimmern, aber nur mit Leuten unserer Gruppe. Das war ganz gut, finde ich besser, als zu zweit in nem Hotelzimmer zu hocken. Außerdem war es nett, mal wieder in nem Bett zu schlafen. Und da das Campen hier eh nicht so ist, wie ich es mir erhofft hatte, war es irgendwie auch in der Hinsicht egal :D


Während es morgens immer noch eisig war, wurde es nach dem Mittagessen erst erträglich und dann in der Sonne ziemlich heiß.
Mit lautem Krächzen kamen uns Aras besuchen - die Lodge Betreiber haben eine Futterstelle. Das war natürlich cool. Die waren so völlig unerschrocken!
Im Laufe der nächsten Tage kamen auch noch mega viele andere Vögel.



Um 15 Uhr ging eine Hälfte von uns reiten und um 15:30 Uhr sollten wir Kanu fahren - das war aber brasilianische Zeit. Da es um 6 hier dunkel wird, hat mich das schon etwas genervt.
Nachdem das 3er Kanu dann direkt beim Einsteigen mit seinen 3 Insassen gekentert ist, war ich dann auch etwas skeptisch, was das Einsteigen angeht..
Hat aber geklappt und das Kanu fahren an sich war mega schön. So friedlich da lang gleiten zwischen all den Tieren.


Kaimane haben wir gesehen, unendlich viele Vögel und auch Brüllaffen in den Bäumen.
Highlight im Halbdunkeln auf dem Rückweg im Jeep: ein Ameisenbär! Der sah witzig aus, wie er gelaufen ist :D

Das Abendessen begann mit Ansprache und einem traditionellen Tanz in Richtung Standard-Tanz. Als es hieß, dass es unhöflich wäre, eine Einladung zum Tanz abzulehnen, wusste ich, dass ich einen strategisch sehr unklugen Sitzplatz gewählt hatte und musste auch prompt tanzen gehen. War aber ganz witzig :P

24.7.2019 - Bonito

24.7.2019 Bonito

Heute morgen wehte ein eisiger Wind. Mein Thermometer zeigte 10 Grad an..
Wir hatten einen freien Tag, aber da ich mit meiner Cook Group dran war, mussten wir um halb 8 alles mögliche vorbereitet haben, damit alle sich ein Sandwich machen können. Das ging relativ schnell.


Dann hieß es tatsächlich erst mal Zeit totschlagen. Man hätte ne Menge Activities buchen können, aber die waren gar nicht so meins. Eigentlich hatten die meisten geplant, einen faulen Tag am Pool zu verbringen, aber das wirklich eisige Wetter hat diese Pläne zunichte gemacht.

Wir sind dann über einen Umweg, halb durch den Dschungel, in die Stadt marschiert. Highlight: Ein Tukan auf nem Baum endlich als Fotomotiv! :D




Die Stadt war ganz hübsch, aber das meiste hatte noch zu. Hat alles erst nachmittags aufgemacht.
Wir haben dann ein Acai Eis gegessen. Das ist eine Beere, die wohl nur hier in der Gegend wächst und die angeblich sehr gesund sein soll. Zusammen mit Zucker und dem ganzen anderen Kram ist es das wohl aber wirklich nicht mehr.



Hinterher haben wir wieder im Camp rumgehangen. Und mir wurde irgendwann so mega kalt, ich saß mit meiner Winterjacke und meinem Schlafsack da und hab gefroren.


Bis mir dann eröffnet wurde, dass es einen Aufenthaltsraum gab. In dem war es dann erträglich.
Unsere Cook-Group war auch abends dran und wir haben tonnenweise Gemüse geschnippelt für eine Reispfanne und tonnenweise Obst für einen Obstsalat. Eigentlich wollten wir noch Knoblauch-Brot machen, aber wir hatten zu wenig Flammen und es hat zu lange gedauert.

Nach einer gemeinsamen Abwaschorgie, sind dann alle relativ schnell ins Bett verschwunden. Das ist verrückt, alle sind hier irgendwie ständig müde. Ist wohl die ganze frische Luft :D


Mittwoch, 24. Juli 2019

23.7.2019 - Schnorcheln in Bonito

23.7.2019 Bonito

Heute stand schnorcheln auf dem Plan. Dafür sind wir um 9 Uhr los nach "Nascente Azul". Ich hatte einen kleinen Strand erwartet mit einer Schnorchel-Stelle. Stattdessen standen wir vor einer Art Wasserpark :D
Da das Schnorcheln ohne Sonnencreme stattfinden musste, hatte ich aber vorher nicht so viel davon und hinterher hatte es deutlich abgekühlt.

Das Schnorcheln war extrem strukturiert. Die Zeit wurde im wahrsten Sinne des Wortes getimed :D
Zur Schnorchelstelle mussten wir ein Stück laufen und waren dann mehr oder weniger mitten im Jungle bei einem Bachlauf und einer etwas tieferen Stelle.

Es gab dann zwar keine besonders bunten Fische zu sehen, aber dafür war das Wasser teilweise wirklich so klar, wie in einem Aquarium - total schön. Beim Schnorcheln ist alles immer so friedlich. Man gleitet so dahin und die Fische ziehen an einem vorbei. Denen war das völlig egal, dass wir da waren :D



Am Ende haben wir sogar noch Kapuziner Äffchen in den Bäumen gesehen :)

Hinterher gab's unsere "packed lunches" (Toast-Sandwiches kann ich hinterher wieder erst mal nicht mehr sehen) und wir hatten noch etwas Zeit zum Aufhalten. Ich war noch mal kurz im Wasser, aber wie gesagt, war es dann recht kühl. Auch beim Tauchen war mir am Ende schon extrem kalt, obwohl wir so neopren floating Anzüge anhatten.

Auf der Rückfahrt zum Camp hab ich die ganze Zeit konzentriert in die Bäume gestarrt und wurde endlich belohnt: 4 Tukane hab ich gesehen und 2 Aras sind über unseren Truck hinweggeflogen :D
Daran merke ich das erste Mal so richtig, wo ich bin!

Zurück im Camp haben wir uns am Pool versammelt, aber nichts mehr großartiges gemacht. Ich fand's inzwischen extrem kalt, war aber auch ein bisschen krank - Erkältung lässt grüßen.

Zum Abendbrot hatte die Cook Group Spaghetti Bolognese gemacht -  sehr lecker!

22.7.2019 - Truck Day

22.7.2019

Heute hieß es um 4:15 Uhr aufstehen. Seltsamerweise kein Problem.
Inzwischen fahren wir seit 11 Stunden und laut Maps.Me sind es noch 150 km..
Aber auch heute macht es mir wenig aus.
Die neben mir spielen seit ca. 4 Stunden Karten, ich hab Fotos rausgesucht und gelöscht, diese Texte geschrieben, mein Reise-Tagebuch ergänzt, geschlafen und Löcher in die Luft geguckt. Sehr entspannend :)

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Insgesamt waren es 14 Stunden Fahrt.
Am Ende hieß es einkaufen für die Cook-Groups, diesmal war ich auch mit dran.
Hinterher sind wir dann der zeithalber in ein Restaurant in Bonito gegangen, wo es traditionelle Gerichte gab. Ich hatte etwas mit Platano in einer Tomatensoße. War ganz gut, aber müsste ich jetzt auch nicht immer haben.



Unser Campingplatz ist auf dem Gelände eines Hostels. Die Badezimmer sind interessant: es gibt shared bathrooms, was hier aber bedeutet, in einem relativ kleinen Raum sind 3 Toiletten Kabinen (2 für Frauen, 1 für Männer) und 3 Duschen mit den Waschbecken. Das heißt, wenn alle Duschen besetzt sind, kann man sich nicht die Hände waschen.



Meine Zeltnachbarin hat sich heute entschieden upzugraden auf ein Zimmer, sodass ich das Zelt für mich alleine hatte. Auch mal schön!

Dienstag, 23. Juli 2019

21.7.2019 Foz do Iguazu - Brasilien

21.7.19

Heute konnten wir noch länger schlafen: Die Wasserfälle machen erst um 9 auf und wir sind sehr nah dran. Ging also erst um 8:45 los.
Wir standen dann direkt wieder in einer riesen Schlange an, für die Tickets.

Haupthighlight oben angekommen waren die Nasenbären beim Aussichtspunkt. Ich habe versucht einen malerisch vor die Linse zu bekokmmen, aber sie waren sehr schnell :D
Auch hier haben sie wieder versucht immer der Nase nach an alles zu kommen, was nicht niet und nagelfest ist.
Kein Wunder, dass Manolo im Zoo immer sofort den richtigen Koffer gefunden hat :D



Dieser Park war wesentlich kleiner. Man lief Kolonne zu einem Aussichtspunkt und schob sich dort einmal bis ans Ende für ein paar Fotos. Der Ausblick war auch noch mal beeindruckend.
Das Wetter war aber nicht so schön wie gestern, hatten also in der Hinsicht richtig Glück, dass der Plan getauscht wurde :D


Insgesamt waren wir nur ein paar Stunden dort und sind dann zurück. Ein Teil ist nach Paraguay gefahren. das war eine halbe Stunde Taxifahrt. Hab ich auch erst überlegt, aber das einzige, was es dort wohl tatsächlich gab, waren Shopping Malls mit sehr günstigen Dingen. Und da ich keine Lust auf Städte hab und mich außerdem bei solchen Kaufentscheidungen immer verrückt mache, hab ich es gelassen.

Ich war stattdessen mit einigen anderen in einem Vogelpark. Der hat mich positiv überrascht. Sehr modern und schön und größtenteils sind die Vögel wohl gerettete Tiere aus illegalem Handel.








Außerdem gab es eine Schmetterlingsvoliere mit Kolibris :)
(Wobei wir die auch schon 'draußen' gesehen haben 😍



Wir waren gegen halb 4 zurück und haben dann einfach ein wenig rumgehangen. Kurz hat mir mein Compi den Tag zu versauen gedroht, weil er eine Fehlermeldung angezeigt hat und nicht mehr anging, aber gottseidank hat er sich nach einiger Zeit gefangen und ich konnte doch noch Fotos sichern und ins Internet.

Abends war eine Cook-Group dran und es gab Curry. Da es am nächsten Tag um 5 Uhr losgehen sollte, waren dann aber alle schnell im Bett.

Bis auf 2, die das Pech hatten, ihr Zelt in der Nähe eines Ameisen-Gebietes aufgestellt zu  haben. Die ersten 2 Nächte ist nichts passiert, aber in dieser haben sie das Zelt praktisch übernommen. Sie waren ÜBERALL.
Als ich dann nachts auf Klo war, stand dort eine weitere Mitreisende und wusch sich die Haare aus - die Ameisen waren ein Zelt weiter gewandert..
Da war ich dann doch sehr paranoid und überall hat es gekribbelt :D
Aber wir hatten unser Zelt zum Glück am anderen Ende des Camps aufgestellt und die Nacht war ja kurz, also hatten wir gute Chancen, dass sie es nicht zu uns schaffen. Haben sie auch nicht.

20.7.2019 Foz do Iguazu - Argentinien

20.7.2019 Foz do Iguazu

Heute hieß es ausschlafen: um 6:30 Uhr klingelte der Wecker. Die Duschen hier sind tatsächlich warm, es gibt Klopapier, Klobrille und man kann spülen. Win!

Frühstück bestand aus Melone, Kuchen, Schinken und Käse und Toast. Highlight: man konnte sich ein Toastie daraus machen.

Mit einem Reisebus ging es wieder zurück nach Argentinien. Damit geht der Grenzübergang schneller. Geplant war heute eigentlich die brasilianische Seite der Wasserfälle und morgen die argentinische, weil die die wesentlich beeindruckendere ist. Aber da einer ja ihr Pass gestohlen wurde und sie nun mit einem Emergency Passport reist, darf sie nicht hin und her zwischen den Ländern. Sie hat also in einem Hotel nahe der Grenze übernachtet und dann an den Wasserfällen auf uns gewartet.

Wir hatten 7 Stunden Zeit und tatsächlich ca. 6 gebraucht, um alles zu erkunden, ohne extra Activities wie Speed Boat fahren. Es gab 3 Rundwege auf verschiedenen Höhen. Der oberste war das Highlight, den wir zuerst gemacht haben. Für den haben wir dank vieler Fotostops und der Masse an Leuten auch tatsächlich 3 Stunden gebraucht. War aber auch wirklich spektakulär, was da an Massen von Wasser runter kam.



Die anderen beiden Rundwege waren schön, weil durch die Sonne immer ein riesen Regenbogen zu sehen war. Die Fotos sehen aus wie Photogeshopped. Wir hatten echt wahnsinns Glück mit dem Wetter.



Außerdem gab es Massen an Nasenbären. Unglaublich niedlich und aufdringlich, aber gleichzeitig wohl auch sehr gefährlich. Überall wurde vor ihnen gewarnt.




Um 17 Uhr wurden wieder abgeholt und es ging zurück über die Grenze nach Brasilien. Das hat auch wieder recht lang gedauert.

Abends wurde vom Hostel aus ein BBQ organisiert.

Samstag, 20. Juli 2019

19.7.19 On the road

19.7.19

Der Wecker hat wieder um 5 Uhr geklingelt und dann hieß es im Zelt fertig machen und das Zelt abbauen bis 6. Um 6 dann Frühstück und um 7 los. Warum kann ich im Urlaub um 5 aufstehen und zu Hause sterbe ich jedes Mal??

Jetzt sitzen wir seit knapp 5 Stunden im Truck und nähern uns der brasilianischen Grenze. Werden wohl aber noch mal mindestens 5.



Die Erde wird immer röter und mir fällt auf, dass es jetzt so langsam das erste Mal bunte Punkte in der Landschaft gibt. Bis jetzt gab es noch überhaupt nichts blühendes. Liegt das am Winter hier oder an Argentinien? Alles waren Nadel oder Laubbäume angepflanzt in Reih und Glied, ein paar Büsche und Wiesen, viel braun und gelb, viele davon abgebrannt, offenbar kontrolliert. Durch ein so ein Feuer sind wir auch durchgefahren.




Holz scheint übrigens ein großer Markt zu sein hier. Überall wachsen "gezüchtete" Bäume ständig kommt man an Holzverarbeitungsanlagen und Trucks voll mit Baumstämmen vorbei.

Es ist leider alles sehr nass und matschig. Hoffentlich ändert sich das noch in den fehlenden Kilometern, sonst wird das Zelten matschig.
Zelten scheint übrigens wesentlich weniger auf dem Programm zu stehen, als eigentlich angekündigt. Ich hab diese Reise ausgesucht, weil sie über 50% Camping haben sollte. Auf unserem Reiseplan finde ich jetzt bloß 9x Camping von 19 Tagen und das meiste davon direkt bei einem Hostel. Gemütlich ums Feuer sitzen weit weg von Zivilisation wird also wohl nicht. Schadé!

Wir sind schlussendlich tatsächlich erst um 22 Uhr im Camp angekommen. Wobei 2 Stunden davon für Einkaufen und essen in einem Restaurant drauf gegangen sein, in dem die Kellner die Fleischspieße an den Tisch gebracht haben. Ein bisschen wie Döner-to-go. Aber da ich kein großer Fleischesser bin, war da jetzt nicht so viel für mich dabei. Aber am Ende gab es gegrillte Ananas mit Zimt am Spieß! Die war sehr lecker!



Für den Grenzübergang nach Brasilien haben wir genau 1 Stunde 27 Minuten gebraucht. Wir haben getimed, weil wir vorher raten sollten, wie lange es dauern wird. Sagen wir mal so, ich war sehr pessimistisch nach meinen Afrika-Grenz-Erfahrungen :D
Die Zeit haben wir für ein bisschen Yoga genutzt :P

Unser Camp ist neben einem Hostel, was wieder Vor- und Nachteile hat.


18.7.19 Auf dem Weg nach Yapeyu

18.7.19

Der Wecker hat um 5 Uhr geklingelt, um 5:30 gab es Frühstück und um 6 saßen alle im Truck. Und zwar wirklich! Das ist schon mal sehr positiv, es scheint eine sehr pünktliche Gruppe zu sein.
Endlich raus aus der Stadt and on the road again!

Wir sind glatt durchgekommen und ich hab das bloße Rumsitzen und aus dem Fenster Starren und Schlafen wann immer einem danach ist, wieder sehr genossen. Landschaftlich gab es jetzt nicht wirklich Highlights. Alles normale Straßen mit links und rechts Wiese oder Bäumen.


Lunch Stop war auf einem Tankstellen Hinterhof. Da wünsche ich mir doch die Mongolei zurück!



Gegen 17 Uhr waren wir in Yapeyu. Einem kleinen tatsächlich sehr hübschen Dörfchen mit einer Camping Stelle. Die war an sich in Ordnung, nur die Toiletten-Anlagen waren eine Katastrophe. Ich verstehe nicht, warum man Toiletten hat, die dann aber dermaßen verkommen lässt. Entweder man hatte gar kein Wasser oder alles wurde überflutet, statt zu spülen. Dann soll man das Papier nicht ins Klo werfen (da werde ich mich in Deutschland wieder umgewöhnen müssen :D) und gleichzeitig steht da kein Eimer. Ich check's nicht und kann nur wiederholen: Da wünsche ich mir die Mongolei zurück! Es war so viel netter, sich einfach einen Baum zu suchen und dahinter zu verschwinden. Dann doch lieber gar kein Toiletten-Haus statt so eins.

Es war aber wieder sehr nett abends gemeinsam draußen zu essen und zu quatschen. Auch wenn es kein Lagerfeuer gab :( Und da wir kein Holz am Truck haben, befürchte ich, dass auch erst mal keins geplant ist.
Von der Temperatur her ging es aber tatsächlich. Es ist in den 700km, die wir zurückgelegt haben sehr viel wärmer geworden. Seltsames Gefühl: man fährt nach Norden und es wird wärmer :D



Geschlafen hab ich tatsächlich ganz gut. Größtenteils meiner genialen Leistung zu verdanken, dass ich mir diesmal eine Wärmflasche eingepackt hatte! :D Heißes Wasser gibt es abends eigentlich immer für Getränke und das hat mir die Nacht sehr erleichtert :)


17.7.19 Buenos Aires

17.7.19

Das Frühstück war sehr süß mit Kuchen und (seltsamen) Croissants und Cornflakes. Aber es gab auch Obstsalat und Toast mit Käse und Wurst.

Um 10 wollten wir losgehen, da wurde ich vom Rezeptionist angesprochen, ob wir unser Zimmer tauschen könnten, unseres wäre zu groß. Das ging aber halt nicht, weil ich um 11 eine Tour erwischen wollte und all meine Sachen noch lose im Zimmer lagen + ich nicht wusste, was Tanja an dem Tag macht. War dann wohl auch ok. (Bis ich dann abends zurück kam und ein 3. Bett in unserem Zimmer stand, was die dort einfach reingetan haben, obwohl wir ein "Bitte nicht stören" Schild an der Tür hatten und obwohl wir inzwischen beide gesagt haben, dass ein Tausch nicht geht, weil wir den ganzen Tag unterwegs sind und nicht wissen, wann der jeweils andere wiederkommt! Das fand ich ja echt frech.)

Ich bin dann wieder mit Rob und Roel los und zwar zum Stadtteil "La Boca". Das ist ein knallbunter Stadtteil, den ein einziger Künstler so gestaltet hat. War ursprünglich bestimmt toll anzusehen, aber inzwischen war jedes Haus ein Touri Shop. Schade. Die Tour, die wir gemacht haben war sehr interessant.
(Fun) Facts:
- Nach Argentinien sind irgendwann (ich und Daten) 6 Millionen Einwanderer/Flüchtlinge gekommen - auf 1 Millionen Einwohner!
- die meisten davon waren Italiener
- Meist waren sie Männer und haben harte Arbeit im Hafen von La Boca gefunden.
- Tango wurd hier erfunden und zwar ursprünglich als eine Art Kampf-Tanz zwischen Männern! Mit den Schritten wurde versucht einander zu Fall zu bringen
- ...





Zurück sind wir mit dem Bus und haben eine (sauteure) Führung durch das Teatro Colón gemacht, das berühmt ist für seine Akustik. Es war schon beeindruckend prächtig, sie hätten den Eintritt aber ruhig reduzieren können, weil die Hauptattraktion - das Auditorium - im Dunkeln lag! Die haben dort geprobt für ein neues Stück. Ist ja klar, dass das irgendwann passieren muss, aber dann die Führungen einfach normal weiter zu machen ist ein bisschen asi.




Zum Abschluss waren wir mit der gesamten Gruppe bei einer Tango Show. Leider erst um 22 Uhr - und das bei einem Start am nächsten Morgen um 6.
Die Tänzer waren schon beeindruckend. Wie die ihre Beine haben fliegen lassen, da kann ich mir schon vorstellen, dass das mal ein Kampf war! Vom Sänger haben wir jetzt leider nicht so viel verstanden und somit auch nicht von der Geschichte hinter dem Stück.



16.7. Buenos Aires

16.7. Buenos Aires

Heute hab ich die erste Hälfte des Tages ziemlich vertrödelt, weil ich auf Rob und Roel gewartet habe, die aus einem anderen Stadtteil kommen wollten. Also hab ich die Lobby des Hotels getestet - mittel komfortabel :D
Wenigstens hab ich es geschafft, in der Zeit an Geld zu kommen. Die nächste Bank hat meine Karte genommen, mir ca. 90€ gegeben und dafür nur 5€ Gebühr genommen. Voller Erfolg also! :D

Wir sind dann zum Palace Boloro gelaufen, für einen Ausblick von oben. Der war auch echt gut. Aber in der Leuchtturm-Kuppel hatte ich dann doch zienlich Beklemmungen - und ein Typie hängt da draußen auf dem Dach und restauriert da in aller Ruhe was :D



Dann wollten wir noch in ein pompöses Theater, aber das war ausgebucht. Stattdessen waren wir dann was essen und haben den Straßenverkehr beobachtet -  das könnte auch New York sein.


Zurück im Hotel konnten wir endlich rein -Check in ist hier mega spät, erst um 3 war das Zimmer frei.


Beim Kennenlernen der Gruppe haben wir erfahren, dass einer Mitreisenden tatsächlich der Rucksack gestohlen wurde - und zwar aus der Hotellobby! o.0
Während sie eingecheckt hat, hat sich hinter ihr wer bedient. Das lässt einen ja schon ein bisschen misstrauisch werden, was die Vertrauenswürdigkeit der Hotel Mitarbeiter angeht.
Aber wirklich worst-case mit Pass, Handy, Kamera, Fotos - alles weg.

Die Gruppe ist wieder sehr verschieden. Diesmal reisen zwei Familien mit, wobei die "Kinder" auch schon erwachsen sind. Bei einer davon sind die Eltern gehörlos! Aber leider gebärden sie irische Gebärdensprache. Das wäre sonst ja wirklich genial gewesen :D
War trotzdem sehr interessant sich mit ihnen (mit Hilfe der Tochter) zu unterhalten.

Sonst sind wir Landsmänner und -frauen aus Deutschland (unter anderem meine Zimmernachbarin Tanja, Sonderädagogin aus Hamburg :D), der Schweiz, England, Amerika, den Niederlanden und Japan.

Unsere Guides sind Anja aus Dänemark und Sam aus England. Wobei der wohl irgendwie noch wechselt, das hab ich noch nicht ganz verstanden.

Nach dem Treffen sind wir essen gegangen. Zum Italiener - Essen war mittel und das Bezahlen als große Gruppe genauso furchtbar wie erwartet. Wieder alles drunter und drüber, haben 20 Minuten gebraucht um zu bezahlen. Ich verstehe einfach nicht, welchen Hinderungsgrund es in anderen Ländern gibt, Leute einzeln abzukassieren.

Um 23 Uhr war ich dann im Bett und hab geschlafen wie ein Stein - gottseidank hatte unsere Klimaanlage/Heizung das Zimmer doch erwärmt, vorher war es eisig.


Ankunft und Tag 1 Buenos Aires

15.7.2019 Ankunft und Tag 1 Buenos Aires

Der Flug war völlig unproblematisch. Alles war pünktlich und reibungslos. Um Mitternacht ging es in Paris Charles-de-Gaulle los, um 1 Uhr nachts gab es Abendessen und dann hab ich tatsächlich fast 7 Stunden geschlafen. Ich war noch nie so erholt nach so einem langem Flug! :D 14 Stunden hat der gedauert insgesamt.


Mein bestellter Abholservice stand auch bereit und hat mich zuverlässig zum Hostel gebracht, dass ich ohne glaube ich auch schwer gefunden hätte. Völlig unauffällig war das von außen.
Von Innen war es voll und bunt. Ich war um 10 Uhr dort, aber mein Zimmer war erst um 14 Uhr bezugsbereit. So viel zu "erst mal duschen und ein bisschen hinlegen".

Ich bin stattdessen losgezogen, um Geld zu suchen. Da habe ich vorher nicht gründlich genug recherchiert und bin naiverweise davon ausgegangen, dass ich schon Geld kriegen werde mit meiner Karte; hat ja noch immer geklappt. Hier aber ich mir anderthalb Stunden die Füße wundgelaufen und meine Karte wurde entweder nicht akzeptiert oder ich durfte gerade mal 50€ abheben plus einer Gebühr von bis zu 10€! Das hab ich nicht eingesehen.

Es gab verschiedene Touren, die man vom Hostel aus  buchen konnte. Ich bin dann um 14 Uhr zu einer Fahrrad Tour durch Recoletta aufgebrochen - durch den reichen Norden von Buenos Aires. Es wurden uns großspurig "bike lanes" angekündigt, die aber letztendlich zwei schmale Streifen am Straßenrand, halb schon in der Rille waren. Da hieß es Augen zu und dem Guide hinterher. Mit der Tour hab ich die Highlights der einen Stadt abgegrast, wie den Friedhof der Reichen mit krassen Mausoleen.





Es war übrigens echt kalt. Mit meiner dicken Jacke war es in der Sonne ideal. Insofern dann also doch angenehm, solange es noch hell war. Bis ca. 18 Uhr also.

Um 19 Uhr ging es dann gleich weiter zur Show "La bomba". Eine Trommel-Show. Ich hatte sie so erwartet, wie Stomp. Es war aber eher ein Konzert mit seehr viel Gras in der Luft :D
Und ich hab tatsächlich Rob und Roel dort gefunden, mit denen ich vorher über Facebook geschrieben hatte. Die sind auch mit mir in der Gruppe und vorher in Buenos Aires - Yay!



Hinterher bin ich dann aber doch recht tot ins Bett gefallen.